Alle Menschen müssen irgendwann sterben, zB weil sie alt geworden sind, oder krank. Wenn Menschen nicht mehr geheilt werden können, zum Beispiel bei fortgeschrittenem Krebs oder neurologischen Erkrankungen wie ALS, sagt man «er/sie ist jetzt palliativ». Vielen macht das Angst, weil sie denken, jetzt geht es nur noch ums Sterben. Das stimmt so nicht.
Palliative Care ist ein ganzheitlicher Ansatz, der körperliche, psychische, soziale und spirituelle Aspekte mitberücksichtigt und zum Ziel hat, die Lebensqualität einer schwerkranken Person zu verbessern und die Angehörigen in dem Prozess zu begleiten. Und ja, es geht auch um Vorausplanung, um die Gestaltung des Lebensendes und um Sterbebegleitung. Denn Sterben gehört zum Leben dazu- wie die Geburt auch.
In dem Workshop befassen wir uns in einem geschützten Rahmen mit verschiedenen Themen rund um das Lebensende. Als Palliativmedizinerin und Familientrauerbegleiterin teile ich meine Erfahrungen aus dem beruflichen Alltag und beziehe die Kinder und Jugendlichen sensibel mit ein. Wir sprechen über Symptome (Beschwerden), die während einer Erkrankung auftreten können und was im professionellen Setting getan werden kann, um diese zu lindern. Wir erfahren, in welchen Institutionen ein Sterbender begleitet werden kann. Und wir erfahren auch, wie sich das Sterben abzeichnet und was wir als Laien in solchen Situationen tun können. Anhand von Gegenständen, die in der Begleitung sterbender Menschen hilfreich sind, nähern wir uns den sensiblen Themen rund um Sterben, Tod und Trauer.
Ein respektvoller Umgang miteinander wird vorausgesetzt und Regeln werden vorgängig besprochen (Nicht auslachen oder werten, Verlassen des Raums -wenn es einem zu viel wird- erlaubt etc. )
Im Workshop beschäftigen wir uns mit Themen rund um Krankheit, Sterben und Tod. Die Kinder und Jugendlichen erfahren, wo man sterben kann, was am Lebensende getan werden kann, um Leiden zu lindern. Auch die damit verbundenen Gefühle wie Wut, Angst und Trauer werden thematisiert.
Neben Inputs (Film, konkrete Gegenstände zum Anfassen, Düfte, Musik) gibt es genügend Raum für eigene Fragen und Austausch.