Bei der Schatzkiste geht es darum, dass jedes Kind ein Repertoire an eigenen Schätzen hat, welche das Kind stärkt. Zu Beginn der Kindergartenzeit gestaltet jedes Kind eine Eierschachtel: Das Kind malt die Schatzkiste innen mit der Lieblingsfarbe und aussen mit goldiger Farbe an. Den Deckel verziert das Kind mit Diamanten, so alt wie es ist.
Während der Kindergartenzeit kommen dann immer mehr Gegenstände - sogenannte Schätze - in die Kiste. Hier sind mögliche Beispiele:
Gefühlsbarometer: So fühle ich mich. Dieses Gefühl ist bei mir auf Besuch.
Smiley: Das hat mich gefreut.
Stärkensonne: Das kann ich gut. Das ist eine Stärke von mir.
Stopp-Schild: Hier musste ich Stopp sagen. Hier ist meine Grenze.
Krafttier: Dieses Tier gibt mir Kraft.
Marienkäfer: Das macht mich glücklich.
Selbergemachter Lippenstift: Ich tue mir und meinen Lippen etwas Gutes.
Am Ende der Kindergartenzeit darf das Kind die eigene Schatzkiste mit nach Hause nehmen. Aus Erzählungen von Eltern habe ich gehört, dass die Schatzkiste z.T. auch noch nach dem Kindergarten zu Hause gebraucht wird.
Die Schatzkiste kann unterschiedlich eingesetzt werden:
Beim Lerngespräch: Mit Hilfe der Symbole spricht das Kind über die eigenen Gefühle, Stärken und das eigene Wohlergehen im Kindergarten.
Während dem freien Spiel: Das Kind holt sich das eigene Krafttier zum Spielen, macht den Lippenstift an, im Gespräch über die eigenen Gefühle, …
Beim Einordnen des Schatzordners: Hier braucht das Kind den Gefühlsbarometer, um zu sagen, wie es ihm im Kindergarten geht.
Im Kreis: Jedes Kind holt seine Kiste. Dabei spielt eine ruhige Instrumentalmusik im Hintergrund. Entweder nehmen dann alle das gleiche Symbol aus der Kiste oder das Kind wählt ein eigenes, worüber es gerne etwas sagen möchte. Diese Variante geht am besten in der Halbgruppe oder kleinen Gruppe. Die Sequenz dauert je nach Anzahl der Kinder unterschiedlich lang.